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Ostern sammeln - Kurzinformation und Einführung - Eier sammeln nicht nur zu OsternAuf der folgenden Seite finden Ostern-Sammler eine Kurzinformation und Einführung zum Thema Eier und Ostereier sammeln. |
Altes, verziertes Osterei
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| Das Suchen und Sammeln von Ostereiern braucht nicht allein das traditionelle Kindervergnügen am Ostermorgen zu sein, sondern kann das ganze Jahr hindurch, wie jede Antiquitätenliebhaberei, eine herrliche Freizeitbeschäftigung sein.
Sie werden in verschiedenster Technik ausgeführt, am häufigsten in der sogenannten Wachsreserve. Dabei werden zunächst die am Ende weiß bleibenden Ornamente mit Wachs auf die Oberfläche des Eies gemalt. Danach taucht man es in die erste, hellste Farbe (meistens gelb), dann malt man weitere Ornamente auf die gefärbte Fläche und taucht in die nächst dunklere (zum Beispiel rote) Farbe ein und fährt so fort mit grün, blau und schließlich schwarz. Man kann dieses Verfahren auch selbst probieren - es ist wie gesagt, ein altes Balkanrezept. Nur müssen die Eier vorher hart gekocht sein. Trocken aufbewahrt sind sie dann Jahrzehnte haltbar. Auch in Deutschland, so besonders in Hessen und in der Lausitz, und auch in der Schweiz kennt man noch die volkstümlichen Traditionen bemalter Ostereier. Hier werden zum Teil Ritztechniken angewandt, oder man ätzt mit einer in Säure getauchten Feder Muster aus der eingefärbten Oberfläche.
Dann gab es kunstvoll aus Muskatnussschalen gedrechselte und siebartig mit Löchern versehene, aus zwei aufeinander schraubbare Hälften bestehende Eier, die man, mit getrockneten Lavendelblüten gefüllt, als Mottenschutz in die Kleiderschränke legte. Hübsche silberne Eier dienten im Rokoko als Riechfläschchen, und im 19. Jahrhundert stellte für diesen Zweck die Berliner Porzellanmanufaktur kleine, mit Ansichten der Stadt bemalte Porzellaneier her. Kaiser Wilhelm II. liebte es, sie statt Orden an Damen zu verschenken. Selbst Schiffe seiner stolzen Kriegsflotte wurden auf ihnen abgebildet.
aus "Sammeln macht Spaß" |