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Ostern sammeln - Kurzinformation und Einführung - Eier sammeln nicht nur zu Ostern

Auf der folgenden Seite finden Ostern-Sammler eine Kurzinformation und Einführung zum Thema Eier und Ostereier sammeln.

Geritzes Osterei

Altes, verziertes Osterei

 

Hinweise von google
Hinweise von google
Das Suchen und Sammeln von Ostereiern braucht nicht allein das traditionelle Kindervergnügen am Ostermorgen zu sein, sondern kann das ganze Jahr hindurch, wie jede Antiquitätenliebhaberei, eine herrliche Freizeitbeschäftigung sein.

Ostereier-Sammelsurium Hat man sich einmal mit diesem Gebiet befasst, ist man überrascht über die Vielfalt der unterschiedlichsten Arten und Erscheinungsformen, die es gibt.

Sie alle gehen im Grunde zurück auf die schon in der Vorgeschichte nachgewiesene Bedeutung des Eies als Fruchtbarkeitssymbol, die Ja im Osterei noch immer fortlebt.

Wie alt der Brauch ist, Hühnereier farbig zu bemalen, der zu Ostern vor allem in den Balkanländern auch heute noch auf kunstvollste Weise gepflegt wird, lässt sich zwar nicht nachweisen, doch kann man sicher sein, in jedem dieser reizvollen bunten Eier, die man vom Urlaub in Rumänien, Ungarn oder Jugoslawien mitbringt, ein zwar modernes aber in uralter Tradition dekoriertes Stück zu besitzen.

Sie werden in verschiedenster Technik ausgeführt, am häufigsten in der sogenannten Wachsreserve. Dabei werden zunächst die am Ende weiß bleibenden Ornamente mit Wachs auf die Oberfläche des Eies gemalt. Danach taucht man es in die erste, hellste Farbe (meistens gelb), dann malt man weitere Ornamente auf die gefärbte Fläche und taucht in die nächst dunklere (zum Beispiel rote) Farbe ein und fährt so fort mit grün, blau und schließlich schwarz. Man kann dieses Verfahren auch selbst probieren - es ist wie gesagt, ein altes Balkanrezept. Nur müssen die Eier vorher hart gekocht sein. Trocken aufbewahrt sind sie dann Jahrzehnte haltbar.

Auch in Deutschland, so besonders in Hessen und in der Lausitz, und auch in der Schweiz kennt man noch die volkstümlichen Traditionen bemalter Ostereier. Hier werden zum Teil Ritztechniken angewandt, oder man ätzt mit einer in Säure getauchten Feder Muster aus der eingefärbten Oberfläche.

Dauerhafter und für den Sammler leider auch meist viel teurer im Erwerb sind jedoch die verschiedensten volkstümlichen Gebrauchsgegenstände und manches zum Teil sehr kostbare kunstgewerbliche Gerät in Eiform.

Am bekanntesten sind die aus Holz gedrehten und oft zierlich bemalten Stopfeier, die die Großmutter im Nähkorb hatte. Im Biedermeier gab es solche Stopfeier aus bemaltem Milchglas und auch mit zauberhaft bunten Glasfäden durchzogene Eier in der Art der ähnlich hergestellten Briefbeschwerer, die man Paperweights nennt.

Geritzes Osterei

Dann gab es kunstvoll aus Muskatnussschalen gedrechselte und siebartig mit Löchern versehene, aus zwei aufeinander schraubbare Hälften bestehende Eier, die man, mit getrockneten Lavendelblüten gefüllt, als Mottenschutz in die Kleiderschränke legte.

Hübsche silberne Eier dienten im Rokoko als Riechfläschchen, und im 19. Jahrhundert stellte für diesen Zweck die Berliner Porzellanmanufaktur kleine, mit Ansichten der Stadt bemalte Porzellaneier her. Kaiser Wilhelm II. liebte es, sie statt Orden an Damen zu verschenken. Selbst Schiffe seiner stolzen Kriegsflotte wurden auf ihnen abgebildet.

Eierei

aus "Sammeln macht Spaß"
von Hans Jürgen Hansen
(nur noch antiquarisch erhältlich)

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