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Drehorgel sammeln - KurzinformationEin Beitrag von Dr. Ullrich Wimmer Dieser Artikel führt in das Thema Drehorgeln sammeln ein. |
Alte Drehorgel |
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Berliner Hinterhöfe um 1900 - der alte Mann mit dem Leierkasten und einem Äffchen, um ihn herum Kinder, die ein Tänzchen wagen, und aus dem Fenster wird eine in Zeitungspapier gewickelte Münze geworfen ... Die Anfänge des Instruments liegen im Dunkeln. War sein Erfinder der Jesuitenpater Athanasius Kircher (1601-1680)? Der erste namentlich erwähnte deutsche Drehorgelbauer war jedenfalls Johann Daniel Silbermann (1717-1766), ein Neffe des berühmten Freiberger Meisters.
Zentrum der Herstellung dieser Instrumente war Leipzig. Drehorgeln wurden in Deutschland vor allem in Berlin und Waldkirch gebaut. Für Berlin sind etwa die Firmen der verzweigten Familie Bacigalupo oder die Firma Holl zu nennen, für Waldkirch die Firmen der Familie Bruder oder die Firma Ruth & Sohn. Drehorgeln wurden freilich auch anderenorts hergestellt, beispielsweise in Gersfeld, in Halle, in Hannover, in Böhmen und Mähren, in Wien, Paris und London. Mit Plattenspieler und Rundfunk hörte Musik auf, ein kostbares Gut zu sein. Der Niedergang der mechanischen Musikinstrumente und insofern auch der Drehorgel schien mit dem Siegeszug von anderen Wiedergabemöglichkeiten von Musik beschlossen. Im Zuge nostalgischer Bedürfnisse im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts wurden sie wieder entdeckt. Es werden wieder Drehorgel gebaut.
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