![]() |
A-Z |
Anzeige aufgeben
|
Flohmarkt |
Forum |
Neu |
News |
Newsletter |
Sammelgebiete |
Sammler |
Sitemap |
Suchen |
Termine
|
|
|
Hinweise von google
|
![]() |
Bei diesem magischen Wort denkt man ganz spontan an "Romantik", "Artisten", "Sensationen", oder "Atmosphäre".
Welches Kind träumt nach einem Besuch in der Manege nicht noch lange vom Sägemehlgeruch und beginnt bisweilen mit dem Sammeln von allerlei Gegenständen (... ein besonders reizvolles Sammelgebiet!). In der ganzen Welt gibt es heute "angefressene" Zirkussammler, sie suchen mit grosser Ausdauer Dokumente vom Zirkus aus alter und neuer Zeit: Plakate, Photos, Bücher oder Holzschnitte, die als Werbeträger für Schaubühnen mit artistischen Vorführungen schon im 15. Jahrhundert Verwendung fanden, heute aber sehr selten aufzufinden sind. |
Meistens umfassen Zirkussammlungen Erinnerungen aus der Zeit des "Modernen Zirkus" im heutigen Sinn. Es geht da weniger um das Zusammentragen von Abbildungen und Schriftstücken über Jahrmarktsbuden, wo man Missgeburten, Zwerge, Riesen, wilde Tiere, Feuerfresser oder Kettensprenger zur Schau stellt, wie die folgende Beschreibung eines amerikanischen Zirkus um 1900 ("Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens" 1903, 12.Bd.) deutlich macht:
"Zu einem amerikanischen Zirkus gehört vor allem notwendig eine grosse Menagerie, in der so ziemlich alle Gattungen von wildem und zahmem Getier vertreten sein müssen. Es gehört weiter dazu eine zahlreiche Sammlung menschlicher Monstrositäten, die für den Geschmack des Amerikaners gar nicht abscheulich und schreckenerregend genug sein können. Schon die riesengrossen, grellbunten Bilder, die den Inhalt des Zeltes der "Merkwürdigkeiten" ankündigen, sind zumeist dazu angetan, einem halbwegs zartfühlenden Menschen die Haare zu Bergesteigen zu lassen.
| Da fehlt es so wenig an unförmlichen Riesenweibern und verkrüppelten Zwergen, als an Skelettmenschen und Mikrozephalen.
Die Dame mit dem wallenden Vollbart rivalisiert mit dem ohne Arme und Beine geborenen Rumpfmenschen. Und der Fakir mit der unverbrennbaren Haut wetteifert mit dem glasfressenden Neger, dem Schwertschlucker und dem Athleten, der auf seinem Kopfe Felssteine mit Schmiedehämern zertrümmern lässt, um die Gunst des Publikums ..." Heute haben in Zirkussammlungen folgende Themen Vorrang: Reitkunst, Artisten, Tierdressur und Clowns. Der aus dem Griechischen (Kirkos) und aus dem Lateinischen (Circus) stammende Name Zirkus (Kreis, Ring in der ursprünglichen Bedeutung) hat überlebt. |
![]() |
Bereits im alten Rom (1. Jh. n.Chr.) wurden im "Circus Maximus", einem amphitheaterähnlichen Bau, Gladiatorenkämpfe gegen Löwen oder Wagenrennen ausgetragen. Im Mittelalter traten Zirkusleute als Zauberer oder Drahtseilkünstler an Höfen der Ritterburgen auf, daneben wurde auf Märkten und Volksfesten das Publikum mit Tanzbären, intelligenten Affen und Pferden erheitert.
Im 16.-17. Jahrhundert finden wir zunehmend Messerwerfer, Schleuderbrettartisten, Schlangenmenschen und Liliputaner - also Künstler, die bis heute noch im Zirkus integriert sind. Das Zirkusgebäude oder grosse Zelt (Chapiteau) mit runder Manege und Zuschauertribüne gibt es seit ca. 1830.

Die Zirkuswerbung mittels Plakaten nahm einen grossen Aufschwung, als die Lithographie am Ende des letzten Jahrhunderts erfunden wurde. Plakate in Farblithographie zwischen 1870 und 1950 sind von Zirkussammlem besonders begehrt! In Hamburg war es die berühmte Druckerei Friedländer, die sich seit 1872 auf Artisten- und Zirkusplakate spezialisierte und Aufträge für Sarrasani, Hagenbeck, Busch, Krone und Knie ausführte. Die "Blütezeit der Zirkusdokumente" liegt zwischen Belle Epoque und den Dreissiger Jahren.
Anregungen zum Thema Zirkus finden wir in den Museen und Bibliotheken:
Man kann aber auch in Verbindung treten mit folgenden Zirkusvereinigungen:
|
![]() |
Zirkusbücher (antiquarisch) bietet regelmässig an:
Peter Wood, Bookseller
aus "Sammler Anzeiger"
|