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Schallplatten - Sammlerstory: Platten sammeln von Peter Schmelzle

Peter Schmelzle stellt sein Hobby Schallplatten sammeln vor.

Schallplatten

Alte Jazz - Schallplatten

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PLATTENSAMMELN

von Peter Schmelzle

Da ich bereits als Jugendlicher begann, Platten zu sammeln, kann ich inzwischen auf eine über 25jährige Erfahrung zurückblicken und kann mir auch vorstellen, noch weitere 30 oder mehr Jahre weiterzusammeln. Vielleicht kann ich den einen oder anderen mit den folgenden Zeilen auch begeistern oder in seinem Hobby bestärken.

Peter und seine Plattensammlung

In meinem Elternhaus wurde meist nur Volks- und Blasmusik gehört, so dass ich recht früh ein Interesse an all dem gewann, was es sonst noch zu hören gab. Mitte der 70er war das ja einiges, so war damals das Gesamtwerk der Beatles bereits abgeschlossen und in den Plattenläden gab es die damals aktuellen Veröffentlichungen der "Supergruppen" wie Pink Floyd, Genesis oder Rolling Stones zu kaufen. Discomusik (damals im klassischen Phillysound) und New Wave steckten gerade in den Kinderschuhen.

Um das Jahr 1978 habe ich dann meine erste Schallplatte gekauft: einen Import der nur in Australien erschienenen ersten LP von AC/DC. Ich habe mich bereits damals für eine "Rarität" entschieden, da das knappe Taschengeld natürlich gut angelegt sein wollte.

Um diese Zeit hat in meiner Heimatstadt Heilbronn ein kleiner Second-Hand-Plattenladen im Keller einer türkischen Videothek eröffnet. Der Laden hatte nur einmal in der Woche geöffnet, der kleine Kellerraum war alt und stickig, aber der Besitzer hatte das Beste daraus gemacht. Ein Sofa und ein Plattenspieler mit Kopfhörern luden zum Verweilen und Probehören ein und die Preise der Platten waren auch für einen kleinen Geldbeutel erschwinglich. Durch die Möglichkeit, dort viele Platten gemütlich durchzuhören, hatte ich bald einen Überblick über die damalige Musikszene und war ich auch bald von den Veröffentlichungen der "Supergruppen" gelangweilt. Viel spannender war, was sich um 1980 damals auf dem deutschen Plattenmarkt tat: frische, freche Veröffentlichungen deutscher Gruppen auf obskuren Kleinlabels jenseits der Industrie, die Geburtsstunde der Neuen Deutschen Welle!

Jede Woche habe ich einen Stapel Scheiben aus dem Laden getragen, die meist kaum mehr als 5 DM gekostet haben, darunter einige Perlen, für die heute stolze Preise erzielt werden könnten, z.B. die Mitschnitte der legendären Festivals "Geräusche für die 80er" und "Into the Future", Platten von Bands wie SYPH, Mittagspause, O.H.L, usw.

Die Neue Deutsche Welle wurde dann schnell von den großen kommerziellen Labels vereinnahmt und unterschied sich bald nur noch marginal von Schlagern, so dass ich mich in den Folgejahren zunächst verstärkt auf Punk und New Wave konzentrierte, wo es auch noch bis Mitte der 80er interessante Veröffentlichungen gab. Längst hatte ich neben dem kleinen Second-Hand-Laden auch Flohmärkte als interessante Quelle für abwegige Musik entdeckt. Mit 18 besaß ich bereits etwa 400 LPs, was für meine heutigen Verhältnisse eher wenig ist, was aber doch schon mehr war als das, was die meisten meiner Freunde zu bieten hatten. So kam es, dass ich mir vor knapp 20 Jahren zum ersten Mal eingestehen musste, "Sammler" zu sein.

Von besonderem Interesse war für mich stets Musik, die man nicht oder nur selten im Radio oder Fernsehen zu hören kriegt, also alles "abseits vom Mainstream". MItte der 80er Jahre war dann - im Zuge der aufkommenden Italo-Disco und des damaligen Hardrocks - auch für die Supergruppen und Hippiemusiker der 70er Jahre die Zeit gekommen, abzutreten. Für mich wurden diese Gruppen damit erst so richtig interessant und ich habe mir Progressive Rock und Krautrock als neue Sammelgebiete erschlossen. Wie befremdlich wirkten doch die alten Plattencovers der langhaarigen und meist völlig zugedröhnten Musiker von Bands wie Guru Guru, Hawkwind, Can, Brainticket usw. in den nüchternen, pastellfarbigen 80ern!

Zur selben Zeit - Mitte der 80er - gab es noch eine weitere "Initialzündung" für mein weiteres Sammeln: die Einstürzenden Neubauten und der Film "Decoder". Hier wurde erstmals seichte Radiomusik und Kaufhausbeschallung als "Muzak" abgestempelt und musikalisch wie auch fast schon politisch mit der bewussten Dekonstruktion von Musik und der Schaffung von "Anti-Musik" eine künstlerische Gegenposition bezogen. Im Jahr zuvor waren viele der am Film beteiligten Künstler (Neubauten, Psychic TV) bereits beim "Berlin Atonal" Festival aufgetreten, wodurch das Phänomen "Industrial Music" erstmals der deutschen Öffentlichkeit bekannt wurde. (Dass ich etwa 13 Jahre benötigt habe, um einen kompletten Videomitschnitt dieses Festivals zu finden würde locker eine weitere Geschichte füllen!)

Zu den Pionieren der Industrial Music zählen Throbbing Gristle und seit 1982 deren Nachfolgeprojekt Psychic TV. Von Psychic TV sind ab den späten 80ern dann fast im Monatsrhythmus neue LPs erschienen, unter anderem eine Live-LP-Serie bestehend aus 23 LPs, die während 23 Monaten jeweils am 23. des Monats erhältlich waren, und die sich musikalisch oftmals grundlegend unterschieden. Zu dieser Zeit war ich an der Berufsschule in Heidelberg und unweit davon war ein Plattenladen, der sich insbesondere auf obskure Industrial-Import-LPs spezialisiert hatte. Überflüssig zu erwähnen, dass ich dort stets die Mittagspause verbrachte um zu sehen, was es neues von Psychic TV gab. Diese Band wurde dann für viele Jahre meine Lieblingsband, und auch wenn sich heute meine damalige Begeisterung etwas gelegt hat, dürfte ich eine der weltweit umfangreichsten Sammlungen zu Psychic TV besitzen (ca. 160 verschiedene LPs und Maxis sowie knapp 100 CDRs mit unveröffentlichtem Material) und ich betreue weiterhin eine der größten Fan-Seiten im Netz (www.fopi.net).

Da ich nie großer Discogänger war, hielt sich meine Begeisterung für tanzbare Musik lange Zeit sehr zurück, die beginnende Techno-Welle ab etwa 1988 habe ich deswegen auch zunächst völlig verschlafen. Über Umwege über ein eigenes Live-Musik-Projekt kam ich etwa 1994 dann aber mit den Veranstaltern von (meist "illegalen") Raves und Technivals in Kontakt. Diese Veranstaltungen - meist in leerstehenden Farbikgebäuden etc. - unterschieden sich von Techno wie er im Radio zu hören war grundsätzlich: die Musik war roh, schnell, hart und hatte mit Airplay-"Techno" nichts gemein. Infolgedessen begann ich auch, Techno- und Acid-Maxis zu sammeln, wie sie auf "illegalen" Raves aufgelegt wurden. Da ich Kontakt zu DJs und Veranstaltern hatte, gelang es mir damals Platten zusammenzutragen, die oft nur von den Produzenten selbst verbreitet wurden und die heute unerschwingliche und längst vergriffene Schätze sind, z.B. die Veröffentlichungen des Berliner "Basic Channel"-Labels oder die Platten von "Spiral Tribe Network".

Bis Mitte der 90er war ich auf der Suche nach Platten auf Second-Hand-Läden, Flohmärkte, Plattenbörsen, Zeitungsanzeigen usw. angewiesen. Mit dem Internet haben sich natürlich die Möglichkeiten, an gesuchtes Vinyl zu gelangen, potenziert, und ich nutze alle virtuellen Marktplätze nach Kräften.

Inzwischen habe ich ca. 8.500 ausgewählte Schallplatten zusammengetragen. Es waren auch schon mal weit über 10.000 Stück, aber beim letzten Umzug habe ich mich von Tausenden ungeliebter Platten getrennt, die sich nach 15 Jahren Sammeln eben auch angehäuft hatten. Mit meinem jetzigen Bestand bin ich sehr zufrieden. Neben den bereits genannten Sammelgebieten sind im Laufe der Jahre noch einige weitere hinzugekommen, z.B. finde ich alte lateinamerikanische Samba-Platten für sehr spannend oder auch die Jazz-Szene der 70er Jahre im osteuropäischen Raum. Und da das Auge bekanntlich mit isst, mag ich auch alle Schallplatten, die ein optisch ansprechendes Cover oder ein Gimmick-Cover haben. Und nahezu täglich finde ich etwas neues, für das ich mich begeistern kann.

Anschließend möchte ich nicht versäumen, noch ein paar Anekdoten zu erzählen, die sich im Laufe von 20 Jahren sammeln ereignet haben.

Die handgestempelte Beatles-Promo
Es war sehr spät geworden, ich war mit Freunden Freitag abends auf einer Party gewesen und es war gegen 5 Uhr morgens, als wir heimwärts aufbrachen. Da wir nach einer langen Nacht noch eine Stärkung nötig hatten, machten wir erstmal bei einem Bäcker halt, der ab halb 6 bereits Kaffee und frisches Gebäck anbot, so dass sich der Heimweg nochmals verzögerte und wir erst im Morgengrauen unsere Heimatstadt erreichten, wo gerade ein Flohmarkt aufgebaut wurde. Frisch mit Kaffee und Croissants gestärkt hatten wir auch noch Lust, die günstige Gelegenheit zu nutzen und so früh wie selten über den Flohmarkt zu gehen. Gleich am ersten Stand gab es eine Schuhschachtel mit alten Singles. Preis: 10 Pfennig pro Stück. Zwischen viel Schlagerplatten kamen darin plötzlich alte handgestempelte Odeon- und Decca-Promokopien zum Vorschein, darunter auch eine Promo-Kopie der deutschen Aufnahmen "Sie liebt dich" und "Komm gib mir deine Hand" von den Beatles und weitere Promos aus den frühen 60ern. Für unglaubliche 4 DM war ich sofort der neue Besitzer der ganzen Schachtel. Daheim fiel ich natürlich wegen der durchgemachten Nacht sofort ins Bett. Als ich gegen Mittag wieder aufstand, dachte ich zunächst, ich hätte einen wirren Traum gehabt, dass ich für 10 Pfennig eine handgestempelte Beatles-Promo erworben hätte. Aber nein - das Teil lag wirklich auf dem Küchentisch!

Der Bauer aus dem Odenwald
Gemeinsam mit einem Freund, ebenfalls einem großen Plattensammler, habe ich einst einen Stand auf einem Flohmarkt in einem Provinznest im tiefsten Odenwald gemacht. Auf dem Flohmarkt war wenig Betrieb, es gab auch mehr Stände mit Obst, Gemüse und Kleidung als gebrauchte Waren und unser kleiner Plattenstand war die ganze Zeit völlig vereinsamt. Der erste und einzige Besucher am Stand war ein ca. 80jähriger Mann, der sich erkundigt hat, ob wir auch Platten kaufen würden, er hätte welche und zwar viele. Nun ließ das Alter und das Äußere des Mannes nicht darauf schließen, dass er für uns interessante Platten haben könnte. Wir haben uns seine Adresse geben lassen und ihn vorerst mal wieder vergessen.

Auf dem Flohmarkt war weiter wenig Betrieb und das Wetter wurde schlechter. Wir haben dann unseren Stand zusammengepackt und wollten gehen, aber eines unserer Autos war zwischen Obst- und Kleiderständen völlig eingeparkt und wir mussten wohl oder übel das Ende der Marktzeit abwarten. Also beschlossen wir doch, mit dem anderen Auto zu dem alten Bauern zu fahren und seine angeblich vielen Platten zu besichtigen. Unterwegs haben wir uns noch über die möglichen "Funde" vor Ort lustig gemacht, da unsere Erwartung gleich Null war.

Wie schon geahnt, war unser Zielort tatsächlich ein Bauernhof. Der Alte erkannte uns wieder und führte uns über das Hofgelände zu einer brüchigen Scheune. Unterwegs erklärte er uns, seine Platten würden pro Stück soundsoviel Mark kosten und Mengenrabatt gäbe es keinen. Er öffnete die Scheune - und diese war voll mit Schallplatten. Tausende! So viele und so wild übereinander gestapelt, dass nur ein Bruchteil zugänglich war und sogleich kamen gesuchte US-Psychedelica-Scheiben zum Vorschein, handsignierte Platten der Mothers of Invention und vieles mehr. Ein wahrer Schatz! Damit hatten wir nun überhaupt nicht gerechnet. An diesem Tag haben wir soviele Platten mitgenommen, wie wir - nach Plünderung unserer Konten - noch bezahlen konnten. Die Platten waren nicht gerade billig, aber dennoch günstig und vor allem sehr selten, viele der damals gekauften habe ich seitdem nirgendwo mehr sonst gesehen. Zur Herkunft der Platten erfuhren wir später, dass dem Alten die Sammlung aufgrund eines Todesfalles in der Familie zugefallen war. Des einen Leid - des andern Freud.

Hölderlins Traum
Irgendwann hatte ich die Live-DoLP von der deutschen Gruppe Hölderlin kennen- und liebengelernt. Nach und nach habe ich mir alle weiteren Hölderlin-Platten besorgt - bis auf die erste: "Hölderlins Traum", die eine teure Rarität und nicht häufig zu kriegen ist. Diese wollte ich auch noch haben. Auf einer Plattenbörse in Heilbronn war es dann so weit, ein Händler hatte das gesuchte Stück in passabler Erhaltung für 135 DM im Angebot. Nur hatte ich den Grundsatz, nie mehr als 100 DM für eine einzelne Platte auszugeben. Die Verhandlungen zogen sich den ganzen Nachmittag in die Länge und scheiterten schließlich. Anstelle die Platte für 100 DM an mich abzutreten (was bis dato das Höchste war, was ich jemals für eine Platte geboten hatte), hat mir der Händler quasi sein halbes Leben und seine Finanzsituation detailliert erklärt, um darauf hinzuleiten, warum er unbedingt mindestens 120 DM haben wolle.

Abends war ich betrübt - sollte eine lange ersehnte Platte wirklich daran gescheitert sein, dass ich 20 DM zu wenig geboten hatte? Würde sich die nächste Kaufgelegenheit erst wieder in etlichen Jahren ereignen und noch teurer sein?

Von wegen, gleich am nächsten Wochenende gab es eine Originalpressung von "Hölderlins Traum" in bestmöglicher Erhaltung für mich auf einem kleinen Flohmarkt. Sie hat 1 DM gekostet.

Eigentlich wollte ich nur Holzkisten
Vor etlichen Jahren lass ich in der regionalen Presse eine Kleinanzeige mit etwa folgendem Wortlaut: "Stabile Kisten zu verkaufen. Stapelbar. Bestens geeignet für Platten und Bücher". Ich hatte gerade die üblichen (wohl jedem Plattensammler bekannten) Lagerprobleme mit meiner Sammlung, und da angeblich viele gleichartige Kisten zur Disposition standen und der Preis vernünftig klang, nahm ich mit dem Anbieter Kontakt auf und habe einen Besichtigungstermin vereinbart. Die Kisten standen in einem versteckten Lagerraum in einem Hinterhof, der Verkäufer war der Besitzer der Immobilie, der die Hinterlassenschaften der bisherigen Pächter veräußerte. Die Kisten waren wirklich optimal für die Lagerung von Schallplatten geeignet, alle professionell angefertigt, und ich habe 50 Stück davon gekauft. Ich habe mich auch erkundigt, wofür die Kisten hergestellt wurden, und der Verkäufer sagte mir, die Pächter der Halle hätten Schallplatten hergestellt und vertrieben, und dies sei das Lager gewesen. Ich könne, wenn ich wolle, auch noch einen Stapel Platten mitnehmen, die er hier noch gefunden hätte. Sagt es und drückt mir etwa 30 Platten in die Hand - ausschließlich einige Jahre alte, aber noch fabrikfrische Bootleg-Pressungen von Livekonzerten!

Die letzten Fischer
Über das Internet bekam ich Kontakt zu einem amerikanischen Sammler, der christliche Rockmusik sammelt. Ich hatte einige dieser Machwerke in meiner Sammlung, er konnte einige für mich interessantere Scheiben zum Tausch anbieten und wir wurden uns handelseinig. Einige Wochen nach diesem Tausch schrieb er mich erneut an, er hätte bei einem Sammlerkollegen eine in entsprechenden Kreisen sehr gesuchte deutsche christliche Rock-LP der Gruppe "Os Pescadores" (Die Fischer) entdeckt. Ob ich ihm diese besorgen könne? Zur Info hatte er die Namen der Bandmitglieder der ca. 1970 erschienenen Platte und eine damals aufgedruckte Kontaktadresse und Telefonnummer abgeschrieben. Die Adresse war erstaunlicherweise in einem Dorf keine 40 km von hier. Allerdings war die damals genannte Telefonnummer nicht mehr gültig und in dieser Ortschaft war laut Telefonbuch auch niemand mehr mit einem Namen der damaligen Bandmitglieder gemeldet.

Der ehemalige Bandleader hatte jedoch einen relativ außergewöhnlichen Namen, so dass ich die Telefonbücher mehrerer hier liegender Landkreise durchsuchte und tatsächlich, 50 km in einer anderen Richtung, ein Autohaus dieses Namens fand. Nach mehreren Anrufen hatte ich dann den Besitzer am Telefon und er war tatsächlich vor 30 Jahren der Macher der Band! Und es kam noch besser, denn ja, er hätte auch tatsächlich noch einen kleinen Stapel der Scheiben von damals im Keller. Ich sei der erste, der sich seit 25 Jahren dafür interessiere und ihm sei seine musikalische Aktivität von früher heute eher peinlich.

Der amerikanische Sammler hatte angedeutet, er sei auch bereit Liebhaberpreise für diese Platte zu zahlen. Nur gestalteten sich die Preisverhandlungen mit dem früheren Musiker sehr schwierig, da er keinen Wert der Platten nennen konnte oder wollte. Ich habe ihm dann einen 100 DM-Schein zugeschickt und ihn gebeten, er möge mir dafür so viele der Platten schicken, wie er möchte, egal ob eine oder zehn. Wenig später brachte mir der Postbote ein Päckchen mit den letzten sechs fabrikfrischen Exemplaren der "Os Pescadores", von denen ich drei zum Selbstkostenpreis an den amerikanischen Sammler abgegeben habe. Die restlichen Exemplare sind inzwischen besondere Lieblinge meiner Sammlung, da ich insbesondere Obskures und Seltsames zu schätzen weiß.

Für mich gehören die Geschichten, wie man an bestimmte Platten gekommen ist oder wo und wie man sie das erste Mal gehört hat, untrennbar zum Sammeln dazu. Bei manchen, musikalisch eher fragwürdigen Scheiben, macht auch nur diese Geschichte überhaupt den Reiz aus. Wenn ich manchmal ganze Sammlungen aufkaufe, kann ich mir es oft nicht verkneifen, die Verkäufer darauf hinzuweisen, dass mir jetzt "ihre Erinnerungen" gehören. Ich denke manchmal auch, dass die Art, wie sich mein Musikgeschmack durch die Jahre geändert hat und weiter ändert, auch eine Art Tagebuch meiner Persönlichkeitsentwicklung ist Wenn ich versuche, mich an eine Begebenheit vor Jahren zu erinnern, brauche ich oft nur eine damit in Verbindung stehende Musik aufzulegen und die Erinnerung kehrt lebendig wieder.

Es grüßt euch
Peter

Peter Schmelzle
74206 Bad Wimpfen

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