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| Der unten abgedruckte Artikel stammt aus einer Ausgabe des "Sächsischen Krieger-Vereins-Kalenders" aus dem Jahre 1936 und erklärt vielleicht einige Tücken der Brief- und Paketbeförderung während des Ersten Weltkrieges.
Die Feldpost im Weltkrieg Über die Feldpost im Weltkrieg ist an den Fronten und daheim unglaublich viel geschimpft worden, teils mit Recht, teils mit Unrecht. Der Unmut über mangelhafte Post- und Paketzustellung in Briefen an die Angehörigen zu Hause, an die Post- und Militärbehörten, namentlich aber in Zuschriften an die Zeitungen, kam in leidenschaftlicher Weise zum Ausdruck, je nach der Landsmannschaft der Beschwerdeführer grob, saugrob, hahnebüchen, giftig, ironisch, sarkastisch - man könnte ein dickleibiges Anti-Post-Schimpf-Lexikon damit füllen.
![]() Unserer braven Feldpost ist damit viel Unrecht angetan worden. Man überlege nur, daß die deutsche Feldpost während des Weltkrieges fast 29 Milliarden Sendungen befördert hat, daß allein im Jahre 1917 zur Beförderung der Briefe und Päckchen 3588 Eisenbahnwagen gebraucht wurden und daß für die Beschaffung neuer Feldpostbeutel 73 Millionen Mark aufgewendet werden mußten. An dem angeblichen „Versagen" der Feldpost trugen aber auch sehr häufig die lieben, durch wenig Sachkenntnis beschwerten, vielmehr durch mangelhafte geographische und militärische Kenntnisse belasteten Absender der Feldbriefe und Pakete, die Millionenzahl der Väter, Mütter, Geschwister, Ehefrauen, Kinder, Bräute, Stammtischler, Nachbarn und guten Freunde viel Schuld, wie folgende Auslese von Brief- und Paketanschriften beweist:
Besonders eigenartig ist auch die Schreibweise der ausländischen Ortsnamen, von denen folgende als besonders drastisch mitgeteilt seien:
![]() Gefunden im Ak Express Nummer 110 (Januar/Februar/März 2004)
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