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Parfümflakons
Kurzinformation
Hinweise von google

Flacons - Die feine Art, Parfüm zu transportieren

Es gab Zeiten - und die liegen noch gar nicht einmal so weit zurück -, da hatten es die Menschen wirklich notwendig, sich mit Parfümduft zu umnebeln. Hauptsächlich bei Hofe war es üblich, in einer Wolke von wohlriechenden Düften aufzutreten.

Parfumflacon Der Grund dafür war ein ziemlich banaler: Die hygienischen Verhältnisse ließen zu wünschen übrig. Tage-, ja wochenlang haben sich die Menschen nicht gewaschen. Puder und Parfüm kaschierten übel riechende Ausdünstungen.

Wenn man bedenkt, dass viele große Schlösser weder Bad noch Toilette hatten, kann man sich in etwa die Notwendigkeit von Parfümen vorstellen.

Könige pflegten gewöhnlich - wenn sie zu den Saubermännern ihres Standes gehörten-, sich in einem Mini-Waschbecken das Gesicht und ausnahmsweise auch einmal den Körper zu benetzen.

Dann schlüpften sie in schwere Brokatgewänder, die schon wegen ihrer kunstvollen Stickereien und ihres empfindlichen Tuchs mit Wasser oder gar mit einer Lauge nie in Berührung kamen. Wenn man dann noch die stickige Luft in den Gemächern berücksichtigt, so ergibt sich in etwa die Geruchsvorstellung, die zu einem ständigen Gebrauch der Parfümflasche führte.

Die Fläschchen für das Parfüm gehörten zu den wichtigsten Mitnehm-Utensilien. Deshalb wurden sie nicht nur in der Tasche, sondern auch an Arm- und Halsbändern getragen. Man nannte sie "Flacons"; und wenn sie am Handgelenk getragen wurden "Flacon bracelets".

Vielfältig war der Formenreichtum dieser Parfümflaschen. Besonders aufwendig gestaltet wurden die Flacons in der Rokokozeit, als Blumenmotive, Schäferszenen und auch manche frivole Darstellung die Flaschen schmückten.

Lalique - Poesie

Die Formen reichten bis hin zu modellierten Mönchen oder weiblichen Formen. Auch waren Flacons, die sich an den Fingern aufstecken ließen, bekannt.

Später wurden die Flacons weniger aufwendig gestaltet; aber immer noch so schön, dass sich das Sammeln lohnt.

Lagoon Von einem sehr interessanten Experiment wird aus Frankreich und England berichtet, dessen Resultat erst in wenigen Stücken und dann in größerer Auflage um die Mitte des 19. Jahrhundert die Flaconszene beherrschte: Es handelte sich um Flaschenzwillinge, also zwei ineinander gewachsene Fläschchen. Das eine war für Parfüm, das andere für die Aufbewahrung von Riechsalz bestimmt.

Aus "Trödel, Raritäten, Kuriositäten sammeln"
von Christine und Richard Kerler

(nur noch antiquarisch erhältlich)

 

 

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