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| Die Motive für das Sammeln lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen: Sammeln aus Freude und Sammeln als Wertanlage. Was auch immer die Motivation sein mag, der Sammler sollte bei der Auswahl des Objektes bestimmte Kriterien beachten: Alter, Stil, Herkunft, Material, Farbe, Quantität, Qualität, Ausführung etc. Das sind Kriterien, an denen sich Sammelobjekte messen lassen.
Das Alter Für viele Sammler gilt primär die Frage "Wie als ist das Stück?" Bei genauer Betrachtung ist diese Frage falsch gestellt. Richtig muss es heißen: "Stammt das Stück aus einer Periode, die es wertvoll und sammelwürdig macht?" Warum? Nehmen wir das Beispiel der Fossilien. Diese in Stein ornamentierten Tiere und Pflanzen sind viele Jahrtausende alt und trotzdem heute noch für einen Preis zu bekommen, der oft niedriger liegt als der für eine Flasche Wein. Das Alter drückt also hier keinen Wert aus. Ausschlaggebend für den geringen Sammlerwert ist die Quantität, in der heute Fossilien auf dem Markt sind und immer noch auf den Markt kommen. Andererseits kann ein bestimmtes Kunstwerk, das erst ein paar Jahrzehnte alt ist, um ein Vielfaches höher bewertet werden als aus der Zeit der Römer und Griechen. Es kommt also auf die Epoche, auf das Jahr selbst an, in dem das Sammelobjekt entstand. Dies gilt für Antiquitäten der höheren und hohen Preisklasse genauso wie für den Flohmarkt und Trödelmarkt-Altertümer. Namen Achten Sie beim Sammeln von Antiquitäten immer auf die Namen der Hersteller oder Künstler. Ein Beispiel sind Holzschnitzereien: Die Oberammergauer Holzschnitzkunst hat einen Namen in der Welt. Als weiteres Beispiel lassen sich Puppen nennen. Es gibt wunderschön modellierte alte Puppen, an denen der Sammler sicher nicht achtlos vorbeigehen soll. Einen höheren Wert aber haben Puppen mit "Halsmarke". Darunter versteht man ein in den Hals eingeritztes Zeichen der Herstellerfirma. Auch wenn die Puppe nicht so schön modelliert ist wie die "Namenlose", wird sie doch höher bewertet. Fazit: Die Marken haben ihren Klang und damit auch ihren Wert. Die Schönheit Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Konkreter eingegrenzt: Was der eine schön findet, kann der andere als hässlich betrachten. Und wer auf der Suche nach alten Dingen ist, sollte sich - sofern es um den Aufbau einer Sammlung geht - von subjektiven Schönheitsbegriffen frei machen. Der Gegenstand muss eingebettet in seine Zeitepoche betrachtet werden. Wenn sich auch früher der Geschmack und die Mode nicht so schnell gewandelt haben wie heute, so gab es doch Geschmacksrichtungen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Am Jugendstil scheiden sich oft die Geister. Der Jugendstil aber war in seiner Zeit eine Stilrichtung, die von der Mehrheit der Bürger getragen wurde. Verfassung Eine Große Rolle bei der Auswahl von Altertümern spielt auch die Verfassung, in der sie sich gerade befinden. Der Zahn der Zeit ging oft nicht spurlos vorüber. Gerade die Frage, inwieweit doch alles im Urzustand erhalten ist, sollte zum wesentlichen Auswahlkriterium gemacht werden. Für den Wert eines Gemäldes hat diese Frage zum Beispiel eine entscheidende Bedeutung. Briefmarkensammler beurteilen die Marken genau nach dem Zustand, in dem sie sich befinden. Ebenso verfahren die Sammler von Münzen. Eng mit dem Zustand geht die Funktionstüchtigkeit einher. Das funktionierende Werk einer Uhr vergrößert selbstverständlich den wert. Der wiederum stuft sich graduell ab mit dem Vorhandensein bestimmter Schmuck-Teile, aber primär mit der Funktionstüchtigkeit. Das große Sammelgebiet von Vasen, Töpferarbeiten, Gläsern etc. wird durch das zerbrechliche Material sehr stark von Beschädigungen beeinflusst. Manches läßt sich so täuschend echt kitten, daß der Laie nur sehr schwer die alten Bruchstellen erkennt. Hier scheiden sich dann oft die Geister. Die einen sprechen so perfekt reparierten Glas- und Tonwaren fast den Wert von unbeschädigten Stücken zu, die anderen wiederum machen große Preisabschläge. Farben Bei den Farben gibt es zwei wichtige Kriterien, die zu beachten sind. Einmal geht es um die Farbechtheit. Im Laufe der Zeit verblassen Farben und lassen so das Schmuckstück nicht mehr in seinem alten Glanz erscheinen. Das mag einerseits an der Farbmischung liegen, die über lange Jahre durch chemische Prozesse an ihrer Brillanz verliert. Aber auch die Lagerung spielt eine wichtige Rolle. Nässe, starke Sonneneinstrahlung etc. können Farben stark beeinflussen. Man sollte also vor der Auswahl wissen, ob das Verblassen der Farbe einen natürlichen, nicht beeinflussenden Prozess darstellt. Farben können auch typisch für Perioden von Künstlern und für Material sein. Das Chinablau für Porzellan ist ebenso bekannt wie Picassos "Blaue Periode". In der Malerei sind - für die Mehrheit der Künstler - Farbepochen zu beobachten. So lösten frischere, kräftigere Farben in der Zeit des Impressionismus eine vorhergehende Farbepoche ab, in der düstere Hintergründe vorherrschten. Raumbedarf Briefmarken, Münzen, Postkarten etc. lassen sich in großen Mengen auf verhältnismäßig kleinem Raum sammeln. Wer eine neue Sammlung anlegen möchte, sollte sich vorher über seine räumlichen Möglichkeiten und die zu beanspruchenden Maße einer Sammlung im klaren sein. Die Leidenschaft des Sammelns führt nämlich schnell dazu, immer mehr Geld in eine Sammlung zu stecken, die sich dann molochartig ausbreitet. Wenn jemand allein lebt, mag es noch angehen, daß alle Zimmer mit Sammelgut vollgestopft sind. In einer Familie wird die Sache schon problematischer, und gar manche Ehe ging an der Sammelleidenschaft eines Partners zugrunde, da der persönliche Lebensraum immer mehr eingeschränkt wurde. Das Sammelgebiet muss also mit den räumlichen Gegebenheiten abgestimmt werden. Wer seine Leidenschaft für alte Kühlschränke entdeckt, muß vorher wissen, daß für eine einigermaßen lückenlose Sammlung der Keller nicht genügt. Wahrscheinlich muss es eine Lagerhalle sein. Auch bei Möbeln stellt sich die Frage des Platzes. Möbel, die nur im Keller gelagert werden können, würden das Sammlerherz kaum erfreuen. Trends Wie in der Modebranche, so sind auch beim Sammeln von Altertümern Trends zu beobachten. Der clevere Sammler tut gut daran, vor den einzelnen Trends für bestimmte Sammelgebiete zu kaufen. Das ist selbstverständlich leichter gesagt, als getan. Wer jedoch die Absicht hat, sich neu dem Hobby Sammeln zuzuwenden, der kann durchaus gegen die Trends arbeiten. Wenn sich dann viele für sein Sammelgebiet interessieren, hat er schon günstig gute Stücke gekauft und freut sich über die schnelle Wertsteigerung. Wie entstehen nun solche Trends? Die Gründe können sehr vielschichtig sein und lassen sich kaum in Gesetzmäßigkeiten zusammenfassen. Manchmal ist es der Staatsbesuch in ein fernes Land, der plötzlich die dortige Handwerkskunst populär macht. Auch Olympische Spiele haben gelegentlich zur Popularität von volkstümlicher Kunst beigetragen. Als die olympischen Spiele in Mexiko stattfanden, entdeckten nicht nur die Europäer, sondern auch die Amerikaner ihr Interesse für dieses Land. Über Nacht wurde Mexiko zu einem beliebten Reiseziel und durch den Tourismus gewann die mexikanische Volkskunst schnell an Popularität. Die Preise stiegen, und das Angebot an unverfälschter - nicht für den Tourismus eigens hergestellter - Ware nahm rapide ab. Wer heute nach einem neuen Sammelgebiet, das noch kaum entdeckt ist, sucht, dürfte Schwierigkeiten haben, eines zu finden. Empfohlen werden kann die Volkskunst von Ländern, die noch nicht vom Massentourismus entdeckt sind. So eigenartig es klingt: Auch innerhalb unserer Landesgrenzen gibt es noch Sammelgebiete, die noch nicht entdeckt sind. Man denke nur an den Taschenrechner. Erst rund 20 Jahre alt, hat er eine derartig rasante Entwicklung durchgemacht, die Techniker vor 50 Jahren nie zu prophezeien gewagt hätten. Taschenrechner leisten heute Rechnerfunktionen, für die vor zehn Jahren aufwendige Computer notwendig waren. Im Größenvergleich: Was heute an Technologie und Funktionen in einem nur wenige Millimeter dicken Taschenrechner steckt, benötigte vor Jahren einen Computer in der Größe eines Kinderzimmers. Das Material Das Material einer Antiquität muss immer in Bezug auf die Zeit ihrer Entstehung gesehen werden. Selbstverständlich kann hochwertiges Material wie Gold und Silber auch in Bezug auf die Menge des verwendeten Materials wertmäßig eingestuft werden. Eine Gabel aus reinem Silber wird höher bewertet als eine aus Messing. Allerdings: Hat die Messinggabel eine ganz besondere Form, die sie ziemlich einmalig macht, oder wurde sie zu einem besonderen historischen Ereignis verwendet, kann das Material zweitrangig werden. Bei Puppen gab es eine Zeit, in der Zelluloid die Produktion bestimmte. Eine Zelluloid-Puppe hat also ihren Wert. Das historische Ereignis Wer das Glück hat, Antiquitäten mit einem historischen Ereignis in Verbindung bringen zu können, der kann auf hohe Wertsteigerungen rechnen. Bei alten Ansichtskarten steigern Abbildungen mit historischen Ereignissen den Wert. Unter historischen Gesichtspunkten lassen sich auch politisch geprägte Epochen zusammenfassen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Dritte Reich, das von manchen mit einer Sammlung aufgearbeitet wird, die von militärischen Rangabzeichen über Fahnen, Büsten, Fotos, Postkarten bis hin zu Souvenirs aus jener Zeit führt. Besondere Wertschätzung aus historischen Gründen erfahren auch Antiquitäten, die Persönlichkeiten der Geschichte zugerechnet werden. Adenauers alter Mercedes 300 gehört dazu ebenso wie Besteck, Geschirr oder so simple Gegenstände wie Spazierstöcke oder Taschentücher, die aus dem Haushalt eines bekannten Politikers oder Regenten stammen. Die Marken Noch so gut erhaltenes und schönes Porzellan wird kaum so große Wertsteigerungen erfahren wie ein Meißner Porzellan oder das anderer weltberühmter Hersteller. Bei alten Puppen kommt es ebenfalls auf den Hersteller an. Klingende Namen wie Armand Marseille, Jumeau, Simon & Halbig, Kämmerer & Reinhardt etc. steigern den Wert einer Puppe. Wer sich für ein bestimmtes Sammelgebiet interessiert, der sollte sich auf jeden Fall über die Hersteller, die auf diesem Gebiet gearbeitet haben, informieren. Hilfreich ist es, sich einen eigenen kleinen Katalog anzufertigen, in dem die einzelnen Hersteller aufgeführt sind und gleichzeitig die Zeit ihres Wirkens aufgelistet wird. Dadurch läßt sich ziemlich schnell das Alter eines Sammelobjektes bestimmen. Wer die Namen der Hersteller kennt oder wenigstens festhält, hat damit primär noch wenig in der Hand, um den Wert eines Gegenstandes genauer taxieren zu können. Das einfachste ist immer, sich mit Experten zu unterhalten und sich dabei vor allem darüber zu informieren, welcher Hersteller für den Sammler von größerer und welcher von geringerer Bedeutung ist. Am besten bekommen nach solchen Gesprächen mit Experten die Hersteller in der Kartei eine Punktebewertung. Dadurch schafft man sich Kaufkriterien, die erstens garantieren, dass man sehr schnell wertvolle von weniger wertvollen Exemplaren unterscheidet, und zweitens den Preis für das Objekt abschätzen lassen. Der Verkäufer wird es so mit dem Übervorteilen sehr schwer haben. Die Stilepochen Die verschiedenen Stile sind Epochen zuzuordnen. Es gibt Rokoko-Porzellan, Jugendstil-Lampen, Möbel der einzelnen Ludwige Frankreichs etc. Also auch damit lassen sich Wertkriterien schaffen und gleichzeitig die Sammelgebiete nach Epochen gliedern. Gerade dieses Epochedenken darf beim Sammeln nicht unterschätzt werden. Spätestens beim Wiederverkauf orientieren sich daran die Preise. Die Abstammung Ein kleiner "Stammbaum" kann bei wertvolleren Antiquitäten nur empfohlen werden. Die Frage nach dem Vorbesitzer erscheint schon deshalb wichtig, weil daraus auch Rückschlüsse aus Echtheit etc. gezogen werden können. Auch schließt eine Frage nach dem Vorbesitzer oft den Ärger aus, mit dem ein Käufer konfrontiert werden kann, wenn er gestohlene Ware gekauft hat. Gerade bei den ansteigenden Kunstraubdelikten kommt dieser Frage besondere Bedeutung zu. Es lohnt sich aber auch, die kleine Ahnenforschung noch weiter zu treiben; gar mancher ist beim Aufbau eines "Stammbaums" der Vorbesitzer schon nach dem vierten oder fünften Namen auf eine bekannte Persönlichkeit gestoßen, die das Objekt durch ihren klingenden Namen wertvoller macht. Der Hinweis "diese Pfanne kommt aus dem Nachlass des Hofkochs von König X" gibt dem Objekt oft einen höheren Verkaufswert. Die Quantität Der Wert eines Stückes hängt auch von der Masse ab, mit der es früher auf den Markt gekommen ist. Um ein Beispiel dazu aus dem Sammelgebiet der Münzen zu zitieren: Das Fünfmarkstück wird später einen höheren Wert bekommen als ein Zehnpfennigstück. Sicher, der Materialwert mag höher sein, aber dies ist nicht das entscheidende Moment. Es werden eben mehr Zehnpfennigstücke als Fünfmarkstücke ausgegeben, und in gleicher Weise unterschieden sich auch früher schon die Münzen. Bei leicht zerbrechlichen oder leicht verrottbarem Material stellt sich die Frage nach der Masse kaum mehr. Auch wenn vor hundert Jahren ein bestimmter Typ von Gläsern in Massenproduktion auf den Markt kam, kann man heute davon ausgehen, dass durch die Zerbrechlichkeit des Materials nur noch verhältnismäßig wenige Stücke vorhanden sind. Als Faustregel kann also gelten, je widerstandfähiger das Material ist und je mehr Stücke produziert wurden, um so geringer muß der Wert taxiert werden. Bei Möbeln, speziell bei Stühlen, steigt selbstverständlich der Wert, wenn es gelingt, zum Beispiel sechs gleiche Stühle zusammenzutragen. Im Verhältnis dürfte ein Stuhl aus einer Sechsergarnitur mehr kosten als ein Einzelstück. Die Qualität Die Qualität der ausgeführten Arbeit bleibt mit dem Sammelstück verbunden - so alt es auch immer ist. Allerdings muss diese Qualität auch in den Rahmen der Zeit gestellt werden. Oft hängt es von den Werkzeugen ab, die den Handwerkern, aber auch später den industriellen Herstellern jeweils zur Verfügung standen. Gerade was die Qualität betrifft, ist der Amateursammler bei der Beurteilung oft überfordert. Er sollte den Rat von Experten einholen. Ein Gespür für Qualität lässt sich aber auch "im Selbststudium" erlernen. Dazu ist es erforderlich, sich möglichst oft in Museen zu informieren. Der Einkauf von Museen wird von Experten, ja oft von wahren Kapazitäten, auf dem jeweiligen Gebiet getätigt. Nachahmungen und Fälschungen haben kaum eine Chance, in den Ausstellungsvitrinen zu landen. Zum anderen legen Museen Wert auf schöne Stücke. Wer sich also durch häufige Museumsbesuche das Aussehen von Exponaten einprägt, kann beim Antiquitätenkauf das Angebot mit den im Gehirn gespeicherten Daten aus den Museumsbesuchen vergleichen, und wird dann sehr schnell zu Qualitätskriterien kommen. Die Darstellung Es ist erstaunlich, die Meinung von Bildergaleristen über Verkaufbarkeit von bestimmten Bildern zu hören. Hier spielen ganz emotionell motivierte Kriterien eine Rolle. So lassen sich zum Bespiel Darstellungen von Hunden und Pferden besser verkaufen als jene von Hennen oder anderem Geflügel. Auch Blumenmotive finden großen Anklang. Diese an Motiven orientierten Wertschätzungen für bestimmte Bilder können sich auch auf andere Sammelobjekte übertragen werden. Blumenmotive auf Bauernschränken - so Antiquitätenhändler, die speziell auf diesem Gebiet arbeiten - helfen gelegentlich, einen Bauernschrank zu einem höheren Preis und vielleicht auch schneller als einen anderen zu verkaufen. Der Gebrauchswert Der Verkaufspreis einer Antiquität orientiert sich auch heute oft noch an ihrem Gebrauchswert. Nun möchte man meinen, dass Antiquitäten mit der Zeit ausgedient hätten. Doch mitnichten. Wer zum Beispiel alte Aktien gesammelt hat, der kann heute feststellen, dass sie ihm sozusagen aus der Hand gerissen werden, da sie in den Chefetagen großer Firmen zum beliebten Wandschmuck wurden. Alte Registrierkassen werden von Boutiquen verzweifelt gesucht, um sie dort wieder aufzustellen - nicht neben der elektronisch gesteuerten Kasse, sondern als echter Gebrauchsgegenstand. Immer auf der Suche nach bestimmten Antiquitäten sind Schaufensterdekorateure und Innenarchitekten. Gerade bei der Dekoration von Restaurants, Bars etc. greifen die Innenarchitekten immer mehr auf Antiquitäten zurück. Alte Straßenschilder, Verkehrszeichen, Verkaufsschilder, Reklametafeln, Filmplakate, Speisekarten etc. stehen hoch im Kurs. Die Handwerkskunst Bei handwerklich ausgeführten Gegenständen kommt es darauf an zu wissen, wie gut die Arbeiten ausgeführt sind. Ein Laie bringt dafür meist wenig Verständnis mit. Am besten informiert man sich auch hier bei einem Experten oder bei einem Handwerker, der heute noch auf diesem Gebiet arbeitet. Er kann die Arbeit schnell beurteilen und auch Hinweise geben, auf was man achten sollte. Der Angebotsort Ob kaufen oder verkaufen, die Preise variieren wesentlich nach dem jeweiligen Standort. Wer alte Puppen in Japan kaufen möchte, wird bis zu einem Zehnfachen des Preises bezahlen, zu dem sie hierzulande angeboten werden. Umgekehrt erzielt man selbstverständlich für alte Puppen einen viel höheren Preis in Japan als in Europa. Delfter Porzellan wird man nicht in Italien kaufen, sondern in Holland. Dafür lässt sich Delfter Porzellan wieder besser in Italien verkaufen. Auch Kriege spielen eine Rolle. Mit der Kriegsbeute wurden Antiquitäten in verschiedene Länder gebracht. Die Kolonien haben ebenfalls eine große Bedeutung. England und Holland sind Staaten, in denen preiswerte Antiquitäten aus vielen Ländern - eben aus den ehemaligen Kolonien - angeboten werden.
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