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Das menschliche Gesicht hinter einer Maske zu verbergen, ist eine uralte bis in die Vorgeschichte zurückgehende und bei fast allen Völkern anzutreffende Sitte. Mancherorts hat sie kultische Gründe, wenn auch der Anlaß oft genug einfach nur der Wunsch ist, einmal jemand anders sein zu wollen und seine Mitmenschen rätseln zu lassen, wer wohl hinter der auf jeden Fall den Träger völlig, verändernden Maske stecken mag.
Solche Maskierung ist bei uns in Mitteleuropa seit altersher besonders zur Faschings- und Karnevalszeit Brauch. Und alte holzgeschnitzte Fastnachtsmasken zu sammeln, kann sehr interessant sein, aber es ist viel mühsamer als etwa das Sammeln von Masken aus aller Welt, von denen manche aus Westafrika, von den Stämmen der Dan oder Senufo an der Elfenbeinküste, wohl heute die teuersten sind. |
| Das Sammeln der nicht minder originellen geschnitzten Fastnachtsmasken aus den Alpen und den nördlich angrenzenden Gebieten ist dagegen schwieriger - aber auch nicht ganz so kostspielig. Die meisten vor 1900 entstandenen Masken sind nämlich schon früh in volksund heimatkundliche Museen gewandert und daher selten. Weil sie andererseits jedoch nicht häufig gesammelt werden, kann man die Stücke, die hier und da einmal im Handel auftauchen, meist erheblich billiger erstehen als etwa afrikanische.
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Wer alpenländische Fastnachtsmasken sammelt, hat den Vorteil, daß es wenig Konkurrenten gibt. Und wer sich systematisch in kleineren und auch größeren, auf Volkskunst spezialisierten Antiquitätengeschäften Bayerns, der Schweiz oder Tirols umsieht, dürfte auch fündig werden. Vorher aber sollte er zum Beispiel im Bayerischen Nationalmuseum in München oder in den Volkskundemuseen von Basel, Wien oder Innsbruck an alten echten Masken seinen Blick schulen. Denn nach alten Vorbildern werden heute auch. Masken neugeschnitzt und im Handel nicht immer entsprechend gekennzeichnet. |
aus "Sammeln macht Spaß"
von Hans Jürgen Hansen
(nur noch antiquarisch erhältlich)