Zurück zur Startseite

Masken
Kurzinformation

Hinweise von google

Afrikanische Maske aus Burkina Faso. Das menschliche Gesicht hinter einer Maske zu verbergen, ist eine uralte bis in die Vorgeschichte zurückgehende und bei fast allen Völkern anzutreffende Sitte. Mancherorts hat sie kultische Gründe, wenn auch der Anlaß oft genug einfach nur der Wunsch ist, einmal jemand anders sein zu wollen und seine Mitmenschen rätseln zu lassen, wer wohl hinter der auf jeden Fall den Träger völlig, verändernden Maske stecken mag.

Solche Maskierung ist bei uns in Mitteleuropa seit altersher besonders zur Faschings- und Karnevalszeit Brauch. Und alte holzgeschnitzte Fastnachtsmasken zu sammeln, kann sehr interessant sein, aber es ist viel mühsamer als etwa das Sammeln von Masken aus aller Welt, von denen manche aus Westafrika, von den Stämmen der Dan oder Senufo an der Elfenbeinküste, wohl heute die teuersten sind.

Aber von Ihnen tauchen immer einmal wieder Stücke auf Auktionen und bei darauf spezialisierten Antiquitätenhändlern auf, wenn auch nicht mehr unter tausend Mark.
Das Sammeln der nicht minder originellen geschnitzten Fastnachtsmasken aus den Alpen und den nördlich angrenzenden Gebieten ist dagegen schwieriger - aber auch nicht ganz so kostspielig. Die meisten vor 1900 entstandenen Masken sind nämlich schon früh in volksund heimatkundliche Museen gewandert und daher selten. Weil sie andererseits jedoch nicht häufig gesammelt werden, kann man die Stücke, die hier und da einmal im Handel auftauchen, meist erheblich billiger erstehen als etwa afrikanische.

Brasilianische Federmaske
Der allgemeine heutige Geschmack wird ja noch weitgehend von den Kubisten und Expressionisten geprägt, die sich von exotischer Kunst inspirieren ließen, und deshalb werden die einheimischen Masken von der Kunstwissen schaft und auch vom anspruchsvolleren Kunsthandel vergleichsweise unterbewertet. Dabei übertreffen sie in Ausdruckskraft und Qualität viele exotische Durchschnittserzeugnisse.

Tanz des Fischers. Mexiko. Wer alpenländische Fastnachtsmasken sammelt, hat den Vorteil, daß es wenig Konkurrenten gibt. Und wer sich systematisch in kleineren und auch größeren, auf Volkskunst spezialisierten Antiquitätengeschäften Bayerns, der Schweiz oder Tirols umsieht, dürfte auch fündig werden. Vorher aber sollte er zum Beispiel im Bayerischen Nationalmuseum in München oder in den Volkskundemuseen von Basel, Wien oder Innsbruck an alten echten Masken seinen Blick schulen. Denn nach alten Vorbildern werden heute auch. Masken neugeschnitzt und im Handel nicht immer entsprechend gekennzeichnet.

Unter hundert oder zweihundert Mark allerdings wird man ein älteres Stück kaum mehr bekommen, und erstklassige Stücke von vor 1800 können sehr viel mehr kosten. Unter den für mittlere Geldbeutel erschwinglichen Antiquitäten dürften sie aber langfristig zu den sichersten Kapitalanlagen gehören.

 

aus "Sammeln macht Spaß"
von Hans Jürgen Hansen
(nur noch antiquarisch erhältlich)


zurück zur Masken-Übersicht   zurück zur Masken-Übersicht


| Startseite | Sammelgebiete | Sitemap | Veranstaltungen | SammlerWelt | Für Händler + Hersteller | Suche | Service | Nutzungsbedingungen | Kontakt / Impressum |
Copyright © 1998/2012 sammlernet.de - Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Haftung: Haftungsausschluss