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Kaffeemühlen
Kurzinformation
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Mitte des 17. Jahrhunderts kam der Kaffee nach Europa und wurde schnell zu einem äußerst beliebten Getränk, das sich, ausgehend von den großen Seehandelsstädten, rasch verbreitete. Um diese Zeit entstanden auch die ersten Kaffeemühlen. Anfangs waren sie noch ohne Schublade, das Kaffeemehl fiel auf ein kleines Tablett unter der Mühle.
Kaffeemühle, um 1960
Kaffeemühle
Meist waren diese Mühlen aus Messing oder Kupfer gefertigt. Im 19. Jahrhundert wurden Holzmühlen verbreiteter, ohne jedoch die metallenen vollständig verdrängen zu können. Sie waren kastenförmig und hatten Schubladen für das Kaffeemehl. Oben befand sich ein Trichter, in den man die Bohnen füllte, und eine Kurbel aus Messing oder Kupfer.

In Österreich gab es zierliche trapezförmige Modelle. Holzkaffeemühlen sind vielfach bemalt oder mit gedrechselten oder geschnitzten Säulchen an den Ecken versehen. Es gibt jedoch auch ganz schlichte, schmucklose Exemplare. Mühlen aus Messing oder Kupfer sind meist mit getriebenen oder gehämmerten Verzierungen versehen.

Das Prinzip der Kaffeemühlen wurde von den Schrotmühlen übernommen, die man häufig auch als Kaffeemühlen verwendete. Überhaupt ist es manchmal schwer festzustellen, ob es sich bei einem alten Stück wirklich um eine Kaffeemühle handelt, denn es gab Mühlen für die verschiedensten Zwecke: Schrotmühlen, Mohnmühlen, Hirsemühlen (diese sind relativ groß und haben Mahlflächen aus Holz, nicht aus Metall) und Gewürzmühlen.
Gewürze wurden nämlich nicht nur in Mörsern zerkleinert, sondern wenn es sich um solche handelte, von denen man größere Mengen brauchte oder die man auch als Pulver gut aufbewahren konnte, wurden sie häufig auf Vorrat gemahlen (z.B. Kümmel).

Die Gewürzmühlen unterscheiden sich aber in einigen Einzelheiten von den Kaffeemühlen. Sie sind kleiner, meist aus Eisen gefertigt, und anfangs hatten sie Walzen mit waagrecht liegenden Achsen. Die Drehkurbel ist bei frühen Stücken seitlich angebracht. Die senkrechten Achsen entstanden erst im 18. Jahrhundert, die meisten Kaffeemühlen und die später entstandenen Gewürzmühlen haben senkrechte Achsen. Von dieser Zeit an wurden auch Gewürzmühlen häufig aus Holz gemacht, manchmal war das Holz mit Metall verkleidet.

Wandmodell
Wandmodell
Quelle:
Laura Krüger: "Vom Zauber alten Hausgeräts"
Bibliothek Rombach, Freiburg i.Br. 1981


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