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Buddelschiffe und Flascheneinbauten sammeln - Information und Einführung

Auf den folgenden Seiten finden Buddelschiffe- und Flascheneinbauten-Sammler Informationen und eine Einführung zum Thema Buddelschiffe und Flascheneinbauten sammeln.

Buddelschiff

Ein Buddelschiff

Hinweise von google
 
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Keiner weiß heute, wer einmal das erste Buddelschiff gebaut hat; war es ein Seemann oder etwa eine Landratte? Das älteste Buddelschiff, das in der Welt bekannt ist, stammt aus dem Jahre 1784 und ist im Holstentor-Museum in Lübeck zu bewundern.

Buddelschiff Im Mittelalter wurden kirchliche Motive - sogenannte Votive durch versierte Handwerker in Flaschen eingebaut Ob diese Votiv-Flaschen - auch Geduldsflaschen genannt - die Vorläufer der Buddelschiffe sind, kann heute wohl niemand mehr sagen. Bekannt ist nur, dass die alten Seeleute auf ihren oft monatelangen Reisen Zeit und Muße fanden, das eigene und auch andere Segelschiffe in Flaschen zu verbannen. Wurden diese Modelle auch mit unzulänglichen Werkzeugen und Materialien gefertigt, so entstanden durch die sehr liebevolle und künstlerische Gestaltung, echte Kunstwerke.

Sie wurden zu Hause der Familie oder der Freundin mitgebracht. Einige wurden zur Aufbesserung der oft sehr kleinen Heuer verkauft. Hatte nicht das eine oder andere Hafenmädchen so ein Buddelschiff als Bezahlung seiner Liebesdienste erhalten?

Seit das letzte Feuerschiff die „Borkumriff" am 15. Juli 1988 seine Seeposition aufgegeben hat, wird der Buddelschiffbau wohl nur noch an Land betrieben. Hier pflegen wahre Künstler, Seeleute und Landratten - z.T. organisiert in Verbänden und Gilden - das schöne Hobby. Die besten Modelle werden in Wettbewerben prämiert und nehmen auch an internationalen Meisterschaften teil.

Es werden nicht nur die schönsten und aufwendigsten Arbeiten prämiert, sondern auch die Umsetzung verschiedener maritimer Themen, wie z.B. Der Untergang der Titanic, Bergung einer havarierten Segelyacht, das Übersetzen eines Seelotsen oder auch ein kompletter Schleppverband - der Phantasie sind nur gläserne Grenzen gesetzt. Die Größe und Form der Glasbehälter - von der Taschenlampenglühbirne bis zum 50 lt. Gärbehälter - bestimmt die Art des Modells. Das Buddelschiff-Hobby verlangt einen verständnisvollen und toleranten Partner, ein gutes Auge und eine ruhige Hand - das ist besonders wichtig, da nicht nur Sturm- und Schiffbruchszenen in die Flasche gebannt werden sollen.

Sein Handwerkszeug muss sich der Buddelschiffbauer größtenteils selber anfertigen, denn Häkchen, Zangen, Scheren und Pinzetten mit unterschiedlichen und verschiedenartig geformten Verlängerungen sind nicht im Handel erhältlich - vereinzelt kann auch gynäkologisches Besteck verwendet werden, aber wer hat so etwas schon in der Schublade.

Buddelschiff aus dem Buddelschiffmuseum Neuharlingersiel

Es gibt verschiedene Fertigungsmethoden: Die traditionelle Zugmethode, wobei der Segler mit hochgestellten Rahen und zurückgeklappten Masten in die Flasche eingebracht und dann mittels einem Fadenzugsystem aufgerichtet und verklebt wird. Das Schiff wird dann auf einen vorher eingebrachten Seegrund befestigt und der Glasbehälter verschlossen und versiegelt. Der Sektionsbau wird bei Modellen angewendet, wobei der Rumpf zu groß ist um in einem Stück durch den Flaschenhals zu gelangen, auch die Art und Form der Aufbauten lassen oft ein Abklappen nicht zu. Es werden die einzelnen Teile in den Behälter eingebracht und dort zusammengebaut und auch getakelt.

Quelle: Museums-Feuerschiff „Amrumbank/Deutsche Bucht" e.V.

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