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Bücher sammeln - Bibliophilie und SammlertumAuf den folgenden Seiten finden Bücher-Sammler eine Einführung zum Thema Bücher sammeln. |
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| Bibliophilie und Sammlertum
Die meisten Bücherfreunde sind Sammler, und es gibt wenige, die es nicht sind - man kann sie als verhinderte Sammler ansehen. Selten werden sie aus finanziellen Gründen am Sammeln verhindert sein, denn die Bibliophilie ist mehr eine Sache der Einsatzbereitschaft als großer Mittel, und es gibt Sammelgebiete, denen man sich auch mit bescheidenem finanziellen Aufwand widmen kann. Der wahre Bibliophile wird immer Wege finden, um die zum Sammeln nötigen Mittel aufzubringen.
Die Liebe zum Buch und der Wunsch, schöne Bücher zu besitzen, ist die erste Voraussetzung für den Sammler. Zum Begriff des Büchersammelns gehört das Bestreben, Bücher eines bestimmten, abgegrenzten Gebietes, die man für wert achtet, erhalten zu werden, zu einem geschlossenen Ganzen systematisch zusammenzustellen - aus dem vielerlei Verstreuten eine Einheit zu bilden. Man erkennt den Bibliophilen an der Art und Weise, wie er sich dem Buche - ganz gleich wo er es vorfindet - gegenüber verhält. Er wird nicht imstande sein, am Schaufenster eines Buchladens oder an einem wohlgefüllten Bücherschrank vorüberzugehen, ohne den Inhalt zu betrachten.
Auch die wiederholt aufgeworfene bange Frage, ab Bibliophilie und Büchersammeln denn noch zeitgemäß seien, wird durch die Praxis bejahend beantwortet. Solange noch jedes Jahr Hunderte von Büchern entstehen, die infolge ihrer Gestaltung den Erfordernissen und dem Geschmack des Sammlers entsprechen und solange diese Bücher Käufer finden, braucht man sich um die Aussichten der Bibliophilie nicht zu fürchten. Quelle: Der Büchersammler von Ludwig Bielschowsky (nur noch antiquarisch erhältlich) |