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Ablassbilder und Ablassbriefe sammeln - Kurzinformation

Auf den folgenden Seiten finden Sammler von Ablassbildern und Ablassbriefen Kurzinformation zum Thema Ablassbilder und Ablassbriefe sammeln.

früher Ablassbrief

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Ablassbilder und Ablassbriefe

Ablassbild
Ablaßbild
Aus der biblischen Verkündigung der Binde- und Lösegewalt der Kirche leitet sich nach katholischer Lehre ihre Vollmacht ab, durch Zuwendungen aus dem Schatz der Verdienste Christi und der Heiligen (geistlicher Schatz der Kirche) die zeitlichen Sündenstrafen zu verkürzen. Voraussetzung dafür ist die Vergebung der Sündenschuld durch die Lossprechung in der Beichte und damit die Tilgung der ewigen Sündenstrafen, wodurch der Sünder erst in den Stand der Gnade gelangt. Die nach germanischem Rechtsdenken mögliche Abgeltung einer Untat durch Geld ließ die ursprüngliche Form des Ablasses als Verkürzung zeitlich bemessener öffentlicher Kirchenbußen zum mittelalterlichen Ablasshandel entarten, einem auslösenden Moment der Reformation.
Auf dem Konzil von Trient wurde dieser Handel verboten und die moderne Form des Ablasses verbindlich bestimmt. Dessen Erlangung erhärteten zum Unterschied von den früher üblichen Ablassbriefen (Beichtbriefen) Drucke, zunächst durchwegs Einblattdrucke, die ein beliebtes Sammelgebiet bilden. Die graphische Entwicklung der bald bildlich ausgestalteten Blätter entsprach seither jener der Heiligen-(Andachts-)Bilder.

Ablassbriefe, auch Indulgenzbriefe genannt, von lateinisch litterae indulgentiales, waren seit dem lateranischen Konzil (1215) weit verbreitete Schriftstücke, die oft mit aufwendig gestalteten Initialen sowie am Rand mit Illuminationen versehen sind.

früher Ablassbrief
früher Ablassbrief

Sie wurden im Namen des Papstes bzw. eines von ihm ermächtigten Bischofs oder Kardinals ausgestellt und dienten als Bescheinigung für einen durch Geldleistung erworbenen Ablass. Sie berechtigten einmal im Leben und dann wieder in der Todesstunde zum Nachlass von allen Sünden. Voraussetzungen waren die Ablegung der Beichte, die Verrichtung bestimmter Gebete (z.B. Rosenkranz) und das Tun gottgefälliger Werke. Diese bestanden zumeist in Spenden für den Bau von Kirchen, Lazarus-Häusern oder Brücken und auch in der Teilnahme an einem Kreuzzug.

Quelle:
Franz Hadamowsky: Kleines Lexikon des Sammelns
Residenz Verlag, Salzburg 1965

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